CashPro Kassensoftware - Info zur Kassensicherungsverordnung - HKSoftware

Softwareentwicklung und Datenbanksysteme
HKSoftware - Logo
Direkt zum Seiteninhalt

Kassensicherungsverordnung (Fiskaländerungen ab 1. Januar 2020)

Der Gesetzgeber hat mit dem Erlass des Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Basisaufzeichnungen im Dezember 2016  den Grundstein für weitreichende Änderungen am Kassenplatz gelegt. Ziel dieses Gesetzes ist es, neben der manipulationssicheren Erfassung und Speicherung aller Vorgänge (Einzelaufzeichnungspflicht) auch den Finanzbehörden mehr Möglichkeiten zu geben, unangemeldete Kontrollen vor Ort durchführen zu können (Kassennachschau).

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechts- oder Steuerberatung durchführen können und wollen. Dennoch sind die nachfolgend genannten Punkte aus unserer Sicht wichtig und sollten näher beleuchtet werden.

HKSoftware - Info zur Kassensicherungsverordnung
Pflicht zur Verwendung einer Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE)
Stand: 17.02.2021

Die technische Sicherheitseinrichtung der Bundesdruckerei wurde vom Bundesamt für Informationssicherheit mit Wirkung vom 14. April 2020 zertifiziert. Mit unserer CashPro-Software ab Version 7.50.2041 sind Sie "TSE Ready". Die Auslieferungan unsere Kunden ist zwischenzeitlich nahezu abgeschlossen. Die hardwarebasierte Variante der Bundesdruckerei-TSE sichert die Kassendaten gemäß den gesetzlichen Vorgaben ab. Hinsichtlich der bisherigen praktischen Erfahrungen im laufenden Betrieb bei unseren Kunden sind wir außerordentlich zufrieden. Die TSE's arbeiten problemlos und weitgehend im Hintergrund, sodass die Anwender keinerlei Veränderungen zur bisherigen Arbeitsweise bemerken.

Verpflichtender Einsatz der technischen Sicherheitseinrichtung ab dem 30. September 2020
Nachdem wir die hardwarebasierte Variante der technischen Sicherheitseinrichtung einsetzen und diese auch lieferbar und in die Kassensoftware integriert ist, gibt es keine ersichtlichen Grund für eine etwaige Ausnahmeregelung. Der Einsatz der TSE ist seit dem 30. September 2020 verpflichtend vorgeschrieben. Weitergehende Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Bundesfinanzministeriums. Der im Zuge seitens der Finanzverwaltungen eingeräumte neuerliche Fristtermin zum 31. März 2021 hat im Wesentlichen nur Auswirkungen für Kunden, die eine cloudbasierte Variante einsetzen und diese noch nicht zertifiziert bzw. in die Software eingearbeitet ist. Dies trifft ausdrücklich für unsere Kassensoftware CashPro nicht zu.

Bestellung der technischen Sicherheitseinrichtung
Wie bereits ausgeführt, wurde die TSE der Bundesdruckerei (D-Trust GmbH) am 14. April 2020 vom zuständigen Bundesamt für Informationssicherheit zertifiziert. Aktuell ergeben sich keine Lieferschwierigkeiten, sodass wir die eingehenden Bestellungen sukzessive abarbeiten. Wir haben für Sie ein attraktives Bundle "geschnürt", welches Sie bequem über unseren Onlineshop beziehen können.

Hinweis: Die Kassensysteme selbst - also Hardware bzw. Software - müssen NICHT zertifiziert werden! Nur die TSE unterliegt der Zertifizierung und die Kassensoftware muss die TSE integriert haben!  
Bei der TSE der Bundesdruckerei handelt es sich um ein Hardwareprodukt, welches am USB-Anschluss des Kassenrechners aufgesteckt wird. Daneben befinden sich derzeit auch sog. Cloudlösungen in der Zertifizierungsphase. Die in den relevanten Datenbanken von CashPro aufgezeichneten Daten werden durch diese zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung gegen nachträgliche Veränderungen geschützt. Zudem besteht eine Pflicht zur Ausgabe von Belegen. Letztlich müssen die Kassensysteme und TSEs beim Finanzamt bei Anschaffung an- und bei Außerbetriebnahme abgemeldet werden. Ebenso müssen die aufgezeichneten Daten in einem standardisierten Format - Digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme (DSFinV-K) - vorliegen. Ziel der Standardisierung ist, die Definition aller relevanten Daten aus elektronischen Aufzeichnungssystemen, für die ab dem 01.01.2020 die Nutzung der gesetzlich geforderten einheitlichen digitalen Schnittstelle (§ 146a AO) gilt. Die Schnittstellendefinition des Deutschen Fachverbands für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik (DFKA e.V.) welche die geforderte Schnittstellendefinition der Finanzverwaltungen (DSFinV-K) vollständig abdeckt wird in die Kassensoftware CashPro eingearbeitet und befindet sich bereits in der Produktivumgebung.
Bonpflicht ab 1. Januar 2020 (Bondrucker)
Unabhängig davon muss seit 1.1.2020 die Bonpflicht umgesetzt werden. Mit anderen Worten, Sie müssen jedem Kunden einen Bon ausgeben, ob dieser ihn annimmt oder nicht ist dabei belanglos. Das hat aber zunächst nichts mit der Kassensoftware zu tun, da die Bonausgabe ja ohnehin immer möglich ist.
Wir haben in diesem Kontext vom Bundesministerium für Finanzen die Thematik klären lassen, ob der Softwarehersteller z.B. dafür verantwortlich ist, wenn Sie keinen Bon ausgeben. Unsere Kassensoftware CashPro hat(te) diesbezüglich die Funktion bei Barvorgängen, die Buchung ohne Belegausgabe durchzuführen.

Das Ministerium hat auf unsere Anfrage folgendermaßen geantwortet:
Elektronische Aufzeichnungssysteme (Soft- oder Hardware) dürfen nur gewerbsmäßig beworben oder in den Verkehr gebracht werden, wenn sie die Voraussetzungen des § 146a AO erfüllen.

Nach § 146a Absatz 2 hat derjenige die Belegausgabepflicht zu befolgen, der Geschäftsvorfälle mit Hilfe eines elektronischen Aufzeichnungssystems im Sinne des Absatz 1 Satz 1 erfasst. Der Beleg kann auf unterschiedliche Weise dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Wenn der Kunde zustimmt, kann auf einen Ausdruck des Papierbelegs verzichtet werden und der Beleg elektronisch erstellt und dem Kunden bereitgestellt werden. Es bestehen keine technischen Vorgaben wie der Beleg zur Entgegennahme bereitgestellt oder übermittelt werden muss.

Bei der Belegausgabepflicht handelt es sich um eine gesetzliche Handlungspflicht. Die zuständige Finanzbehörde kann nach Entschließungs- und Auswahlermessen Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung der Belegausgabepflicht gegen denjenigen einsetzen, der Geschäftsvorfälle mit Hilfe eines elektronischen Aufzeichnungssystems erfasst.

Wir werden daher die Möglichkeit der Umsatzspeicherung von Barvorgängen ohne Belegdruck ausschließlich unseren Schweizer Kunden vorbehalten, da für diese die Kassensicherungsverordnung keine verbindliche Regelung darstellt.

Bitte nicht vergessen, seit 01.01.2020 ist es untersagt, bisphenolhaltige-Bonrollen (Bisphenol A) zu verwenden! Wir haben diesbezüglich unsere Bestellmöglichkeiten auf unserem Shop bereits umgestellt.


Pflicht zur Meldung des Kassensystems beim Finanzamt
Dies muss nach dem BMF Schreiben vom November 2019 jedoch erst später erfolgen. Grund hierfür ist, dass die Meldung an das Finanzamt gemäß der gesetzlichen Regelung ausschließlich mittels eines amtlich vorgeschriebenen Vordrucks möglich ist. Dieser steht nach der letzten Meldung noch nicht zur Verfügung. Wir verweisen hier auf die Seiten des Bayerischen Landesamts für Steuern.



TSE - BON-Muster
Kassensoftware CashPro - Musterausdruck eines BON
Wichtige Downloadlinks



Zurück zum Seiteninhalt