Behandlung von A/B-Lizenzen

Mit den Änderungen zur Vereinspauschale 2021 wurde die Bewertung von Lizenzen neu geregelt.

C-Lizenz -> 650 ME
B-Lizenz -> 975 ME
A-Lizenz -> 1.300 ME
Zusatzlizenz -> 325 ME (mit Ausnahme der erstmaligen Vereinsmanager-Lizenz)

Die Bewertung ergibt sich aus der Wertigkeit der einzelnen Lizenzen. Grundsätzlich erwirbt der Übungsleiter zunächst eine C-Lizenz (650 ME) . Im weiteren kann der Übungsleiter eine B-Lizenz (weitere 325 ME) und zuletzt eine A-Lizenz (zusätzliche 325 ME) erwerben. Daraus ergibt sich die Einzelbetrachtung von 975 ME für die B-Lizenz und eben 1.300 ME für die A-Lizenz. Nachdem es hochwertige A/B-Lizenzen gibt, für die keine grundständige C-Lizenz vorliegt, hat die frühere Praxis, dass A/B-Lizenzen mit zusätzlich 325 ME bewertet wurden in diesen Fällen zu Ungleichbehandlungen geführt. Aus diesem Grunde wurde die eigenständige Bewertung der Lizenzen eingeführt. In diesem Kontext gilt zu beachten, dass bei einer Erfassung einer A-Lizenz (B-Lizenz) mit 1.300 ME (975 ME) die etwaig zugrundeliegenden und vorgelegten C- und ggf. B-Lizenzen nicht nochmals bewertet werden dürfen, sondern in diesem Falle mit 0 festzusetzen sind.

Inwieweit die volle Lizenzbewertung bei einem Übungsleiter mit der o.g. Verkettung von Übungsleiterlizenzen oder eine Einzelerfassung der Lizenzen sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Wenn keine Lizenzteilung oder eine Lizenzteilung nur zwischen 2 Vereinen erfolgt, würden wir die Vollbewertung (A-Lizenz mit 1.300 ME-Einheiten bzw. B-Lizenz mit 975 ME-Einheiten) favorisieren, da dies u.Umständen auch positive Auswirkungen auf etwaige Kappungsgrenzen hat.

Bei Lizenzteilungen mit unterschiedlichem Einsatz der Lizenzen auf mehrere Vereine müssen Sie die Lizenzen jeweils einzeln erfassen. Ansonsten können Sie die Lizenzen nicht entsprechend aufteilen. Mit dieser Variante ist der Fall gemeint, dass die C-Lizenz zwischen 2 Vereinen geteilt wird und die B-Lizenz bei einem weiteren Verein eingesetzt wird und ggf. ebenfalls nochmals mit einem zweiten Verein geteilt wird. Wir hoffen allerdings, dass ein derartiges “Lizenzhopping” eher die Ausnahme als die Regel ist.

Aufgrund dieser Lizenzteilungsmöglichkeiten ergab sich somit konsequenterweise auch die Notwendigkeit, die Zusatzlizenzen ebenfalls teilbar zu machen.